Die richtige Grilltemperatur: So weißt du, wie dein Steak perfekt wird.
Die größten Herausforderungen beim Grillen - Teil 3:

Die richtige Grilltemperatur

Wenn die Kohle ordentlich durchgeglüht ist , sind es viele Faktoren, von denen das perfekte Endresultat abhängt. Am Wichtigsten sind beim Grillen natürlich die richtigen Temperaturen. Entscheidend ist, dass jedes Grillgut eine andere Temperatur braucht.

Steaks

260 bis 280°

Geflügel

140° bis 200°

Fisch

160° bis 180°

Gemüse

150° bis 180°

Spare Ribs, Pulled Pork und Briket

95° bis 130°

Wie kann man so hohe Temperaturen ohne technische Hilfe abschätzen? 

Es gibt eine Methode, die erstaunlich gut funktioniert, aber auch etwas Erfahrung benötigt. Alles was man dafür braucht, ist die eigene Handinnenseite. Um die Temperatur so genau wie möglich zu messen, positioniert man die eigene Hand circa 12 Zentimeter vom Rost – ACHTUNG: Verbrennungsgefahr! Wenn die Handinnenfläche im richtigen Abstand zum Rost steht, zählt man die Sekunden, kurz bevor es zu schmerzhaft wird und zieht zurück.

Kann man mit der Hand für etwa acht bis zehn Sekunden über dem heißen Rost verweilen, spricht man von einer niedrigen Temperatur (110 bis 170 °C). Bei fünf bis sieben Sekunden, kann man von einer mittleren Hitze ausgehen (170 bis 230 °C). Ist eine sehr hohe Temperatur erreicht, kann man seine Hand nur etwa ein bis vier Sekunden über die Hitzequelle halten (230 bis 300 °C).

Wie kann man Temperaturen mit technischer Hilfe messen? 

Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Grillthermometern, die bei der Erfassung von Grilltemperaturen helfen sollen:

Temperatur Nadel

Die erste Variante ist die klassische Temperatur Nadel. Diese ist entweder permanent mit dem Grill verbunden, wird an dem Grillrost befestigt oder wird direkt in das Fleisch gestochen. Das hat den Vorteil, dass der Anwender zu jedem Zeitpunkt den Überblick über aktuelle Temperaturen behält. Zudem sind diese Messungen sehr präzise. Der Nachteil ist jedoch, dass das Thermometer physisch mit dem Grill verbunden sein muss. Daher ist es nötig, das Thermometer zuerst am Grill zu befestigen, was je nach Modell mühsam sein kann. Außerdem ist zu beachten, dass die Temperaturfühler nicht immer direkt den Rost berühren dürfen. Bei vielen Herstellern wird ein Abstandhalter mitgeliefert, der wie eine Klammer am Grillrost befestigt werden kann. Falls dieser nicht mitgeliefert wurde, kann man sich mit einem Korken Abhilfe schaffen: Einfach den Korken durchbohren, zwischen die Roststäbe klemmen und die Temperaturfühler durch das Loch stecken. Bevor der Thermometer zum Einsatz kommt, sollte man sich jedoch über die maximale Hitzebeständigkeit des Gerätes informieren.

Auch nicht ganz optimal sind die Messgeräte, die direkt in das Fleisch gesteckt werden. Denn bei jeder Messung treten Säfte aus dem Inneren, was den Geschmack erheblich beeinträchtigt. Aus diesem Grund, sollten so wenige Messungen wie möglich vorgenommen werden.

Infrarot Thermometer

Die andere High-Tech Variante ist das Infrarot Thermometer. Diese Geräte haben den Vorteil, dass sie nicht am Grill befestigt werden müssen und das Grillgut nicht beschädigt wird. Demnach haben Nutzer die Möglichkeit so viele Messvorgänge vorzunehmen, wie sie möchten. Jedoch kann die Grilltemperatur immer nur punktuell gemessen werden. Das Thermometer gibt also nicht fortlaufend Informationen, über aktuelle Temperaturen. Zudem braucht ein Infrarot Thermometer deutlich mehr Energie, als eine Temperatur Nadel.